Den Spaziergang aufhübschen – wie man aus lahmen Gassirunden das maximum raus holt

In einem meiner letzten Artikel schrieb ich ja schon das es Hundehalter gibt, die den Spaziergang eher als notwendiges Übel erachten.

Aber was kann man tun damit der Spaziergang sowohl Mensch als auch Hund Spaß macht? Oder einfach nur dem Alltagsgassi entgegenzuwirken? Spannend werden?

Neue Gebiete erkunden

Tag ein Tag aus die selbe Runde? Immer die selben Grashalme? Selben Steine und Wege? Das ist doch langweilig! Ich kann nur jedem raten oft und viel mit den Hunden zu unternehmen. Damit meine ich natürlich keine überfüllten Weihnachtsmärkte oder Sommerfeste sondern eher “Raus in die Natur!”. Dank Google Maps ist es heutzutage super einfach neue Gebiete zu erkunden. Gerne auch mal etwas weiter weg – ein Tagestrip sozusagen. Kein Auto? Hundi mag weder Bus noch Bahn? Oder die Portokasse ist leer? Dann lauf doch einfach mal links rum statt rechts. Erkunde deine Stadt oder dein Dorf und ich bin mir sicher, dein Hund wird es lieben (Es sei denn dein Hund braucht Rituale und Regelmäßigkeit ;)).

Gemütliches Schnüffeln

Für viele Hundehalter ist es schwierig seine Hunde einfach mal Hund sein zu lassen und es erlauben das ihre Hunde Schnüffeln so lange sie wollen. Vielleicht ist es noch so eine alte Angewohnheit weil wegen ein Pack Leader gibt das Tempo vor und so einen Quatsch. Aber ich finde das nichts dagegen sprich seinen Hunden einfach mal die Zeit zu geben mit ihrer Umwelt zu interagieren. Schließlich ist das Schnüffeln eines der Grundbedürfnisse unserer Hunde und seine ganz eigene Art “Facezubooken”.

Allerdings finde ich es auch wichtig das Hunde lernen dass sie nun mal grade nicht schnüffeln können. Ordentlich trainiert ist das eigentlich auch kein Problem. Gleichzeitig kann man auch das Schnüffeln auf Kommando als “Belohnung” auftrainieren. Ergänzt sich super – besonders wenn man mal in der Stadt unterwegs ist oder dort gar wohnt.

Gemeinsam machts mehr Spaß

Ich bin zwar nicht der Typ Hundehalter der im Pulk und Konvoi mit anderen Hundehaltern auf Tour geht, hier einen Plausch hält und dort die Hunde machen lässt was sie wollen. Aber ich habe nichts dagegen mich mit bekannten Hundefreunden die in etwa die gleiche Einstellung haben wie ich eine schöne gesittete und friedliche Runde zu laufen. Gerne tausche ich mich mit Gleichgesinnten aus und lasse meine Hunde mit anderen Hunden interagieren. Allerdings sind Inuki und Skadi eher nicht die Spielertypen sodass wir tatsächlich auch laufen müssen 😉

Mal schneller, mal langsamer

Auch das variieren  der Fortbewegungsgeschwindigkeit kann schon die Aufmerksamkeit seines Vierbeiners hervorrufen. Einige Meter Sprint und Wettrennen zugleich machen unheimlich Laune und dann einfach mal auf einem Fleck verweilen und durchatmen, die Natur bewundern oder einfach mal die Stille genießen – zusammen mit seinen liebsten Fellnasen einen Moment lang chillen. Wunderbar.

Wald- und Wiesen Agility

Über umgestürzte Bäume hüpfen, auf Baumstämmen balancieren, um Bäume revieren, den sog. Bounce trainieren. Drunter durch, oben drüber – ach, da gibt es sooooo viele Möglichkeiten, man muss nur die Augen aufhalten und einfallsreich sein!  Körper- und Zusammengehörigkeitsgefühl werden gestärkt und der Körper auf Hochtouren gebracht. Drei Fliegen mit einer Klappe, quasi.

Wer suchet der findet

Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen das Leckerchen suchen unheimlich Spaß und müde macht. Skadi ist da richtig bei der Sache und verdient sich ihr Trockenfutter querfeldein auf den Gassiweg. Überwiegend natürlich als Belohnung aber oft halte ich auch einfach an und streue das Futter ins Gras und sie sucht es dann. Natürlich nur wenn da kein Unrat oder gefährliche Dinge in der Gegend rumliegen.

Und die ganz Kreativen unter uns wissen es schon – ZOS (Zielobjektsuche) kann man auch in draußen machen! Wenn das Feuerzeug verloren geht – keine Panik, dank ZOS ist es in Nullkommanix wieder da 😀

Unterordnung

Ihr macht Hundesport? Euch hängt das Laufschema zum Hals raus? Nun, wie wäre es mal mit einer Unterordnung auf dem Spaziergang? Fuß, Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung, Distanzkontrolle … da gibt es so viel. Außerhalb des Hundeplatzes übt es sich viel lockerer – gerade wenn der eigene Hund ein Platzmuffel ist. Und ganz nebenbei werden die einzelnen Übungen generalisiert und auch im Alltag abrufbar.

 

1 Kommentare

  1. Pingback: Monatsrückblick Juli 2016 – Pfotenfreunde

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