Die 6 Basics – ein Hundeleben lang

Im Internet trifft man häufig auf die Hunde und Menschengespanne die einfach alles können. Vom schnöden Sitz und Platz bis hin zu komplizierten Hanstand(!) ist im Prinzip alles im Hundetraining möglich. Sitz und Platz werden dabei genauso aufgebaut und trainiert wie ein Hand- bzw. Pfotenstand. Aber einen Unterschied gibt es. Meiner Meinung nach sollte jeder Hund Sitz und Platz können – einen Pfotenstand nicht.

Sitz und Platz gehört einfach zum kleinen 1×1 für unsere Hunde aber auch für uns Hundehalter. Schließlich sind sie mit die ersten Dinge die wir versuchen unseren Hunden (im Idealfall) zu ver“clickern“ (wer verclickern wörtlich nimmt guckt mal hier).

Dabei lernen sowohl Hund und Mensch voneinander. Der Mensch wie sein Hund lernt und der Hund lernt dass es sich für ihn lohnt mit dem Menschen zusammen zu arbeiten. Es wird im Hundeleben immer Situtaionen geben wo ein auf Signal konditioniertes Sitz oder Platz notwendig ist Nicht zuletzt sind beide Signale teil der Begleithundeprüfung sowohl im VDH als auch im IRJGV. Daher lohnt es sich schon allein deshalb beide Signale aufzutrainieren.

Zusätzlich zu Sitz und Platz gibt es jedoch noch weitere Dinge die jeder Hund können sollte!

Ein Rückrufsignal wie „Hier!“ oder „Komm her!“ oder einfach nur „Komm!“. Es steht an erster Stelle eben weil es das wichtigste aller Signale ist. Ein gut aufgebauter Rückruf kann Leben retten. Das des eigenen Hundes, das anderer Tiere und anderer Menschen. Daher ist ständiges Rückruftraining unabdingbar und absolut nötig.

Ein Abbruchsignal wie z.B. „Stop!“ oder  „Lass das!“ oder „Nein!“, dieses signalisiert dem Hund, egal was du tust hör auf damit. Das kann buddeln oder das zerfetzen von Stofftieren oder was ganz anderes sein. Es bricht eben eine Handlung ab.

Zusätzlich zum Abbruchsignal  halte ich „Spucks aus“ ebenfalls für sehr wichtig. Sicherlich ist es auch ein Abbruchsignal aber weil es eben zuverlässig sitzen muss führe ich es hier noch einmal explizit auf. „Spucks aus“ teilt meinem Hund mit, dass egal was er gerade im Maul hat er es fallen lassen soll. Egal wann, egal wo, egal was. Gerade wenn der Hund fressbares am Wegesrand aufnimmt kann dass Signal im schlimmsten Fall leben retten (Giftköder).

Außerdem sollte jeder Hund wissen wie er heißt. Mit der namentlichen Ansprache haben wir für jeden Hund ein individuelles Umorientierungssignal. Schließlich wünschen wir uns die volle Aufmerksamkeit unseres Hundes wenn wir ihn ansprechen.

Sitz und Platz sind zwar nicht überlebenswichtig aber für mich doch nicht unerheblich. Mit solchen Signalen können wir den Hund in die gewünschte Positionen bringen. Gerade wenn wir unterwegs sind und an der Bordsteinkante oder an der Ampel warten müssen, oder wenn wir mit unseren Hunden im Restaurant oder Café sind ist ein „platzender“ Hund gewünscht. Nicht zuletzt brauchen wir beide Signale für die Begleithundeprüfung und den Nds. Hundeführerschein.

Es gibt natürlich noch eine Menge mehr Signale die unter Umständen wichtig sind. Je nachdem wo der Hund lebt und welche Aufgaben er hat können sich die Notwendigkeiten verschieben. Welche Signale haltet ihr für besonders wichtig?

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