Hundeführerschein – Frauchen hat den Lappen – Teil 1

Ich habe ihn gemacht. Nicht weil ich musste sondern weil ich wollte. Ich wollte wissen was man denn so wirklich dabei lernt und ob der Hundeführerschein tatsächlich eine sinnvolle Sache ist. Außerdem sammle ich gerne Zertifikate und Urkunden. Und als Halter einen besonderen Hundes kann man davon so oder so nie genug haben. Deshalb gibt es hier einen Erfahrungsbericht zum Ablegen des Hundeführerscheins in Niedersachsen.

Beim Nds. Sachkundetest für Hundehalter (Hundeführerschein, gesetzlich vorgeschrieben) wird geprüft ob der Halter des Hundes auch als solcher geeignet ist. Die Theorie umfasst Themengebiete wie Ernährung, Haltung, Körpersprache, Spielverhalten und Rechtliches. In der Praxis wird sein vorausschauendes Handeln überprüft, die Interaktion zwischen dem Hundehalter mit Hund und der restlichen Umwelt.

Gut, ihn gibt es jetzt schon seid 4 Jahren, aber wirklich klügere (Neu-)Hundehalter habe ich noch nicht erlebt. Für mich wäre interessant ob die Zahl der Hundeanschaffungen gesunken ist. Schließlich sollte eine solche bürokratische Hürde doch von spontanen Hundekäufen abschrecken, oder?? Leider konnte ich keine entsprechenden Statistiken finden. Aber fakt ist, wer seinen Hund nicht anmeldet fällt auch durch das Raster des Hundeführerscheins. Vielleicht gibt es aber nun auch mehr „schwarze Hunde“?! 😀

Über die Sinnhaftigkeit des Hundeführerscheins lässt sich streiten. Sicherlich ist das vermittelte Wissen Pipifax. Jemand, der sich ernsthaft mit der Thematik Hund an sich beschäftigt wird beim durchlesen der Fragen mit den Kopf schütteln. Das habe ich auch getan. Auch frage ich mich, warum die Haltung des Hundes im eigenen Elternhaus nicht als Erfahrung angerechnet werden kann oder eben die Begleithundeprüfungen des VDHs oder IRJGVs. Diese umfassen schließlich auch eine Sachkundeprüfung und einen praktischen Teil und sogar einen Umwelttest.

Andererseits habe ich auch schon von Hundehaltern gehört die den Test gar nicht so einfach fanden. Spricht dass jetzt für den Hundeführerschein oder gegen diesen Halter?! Toll finde ich aber, dass sich wenigstens etwas mit dem Lebewesen Hund beschäftigt werden muss. Es gibt unzählige Bücher zur Vorbereitung. Und die, die ich gelesen habe sind gar nicht mal schlecht. Daher sehe ich eher den Weg selbst zum Hundeführerschein als das Ziel an.

Bei den Kosten gibt es Preisspannen die unglaublich sind. Bei einigen Hundeschulen zahlt man um die 250 EUR (inkl. Vorbereitung), bei den anderen Hundeschulen kann man sich selbst sein „Paket“ zusammen stellen. Ich habe für Theorie und Praxis jeweils 40 EUR bezahlt. Es ist sogar möglich sich einen Hund im Rahmen der Prüfung zu leihen. Das hängt eben damit zusammen dass eben der Halter zeigen muss das er das 1×1 beherrscht, nicht der Hund. Auch wenn das noch nicht alle verstanden haben.

Viele Informationen zum Thema bekommt man auch auf der Website des Landes Niedersachen. Die Prüfungswebsite selbst gibt auch ein umfangreiches FAQ mit. Auf Facebook gibt es einen kompletten Fragenkatalog. Als Buch zu Vorbereitung empfehle ich euch das Buch Sachkunde für Hundehalter aus dem Kynos Verlag*.

Wie der Hundeführerschein beim mir durchgeführt wurde und wie ich mich vorbereitet habe findet ihr in Teil 2. Ob ich bestanden habe lest ihr da natürlich auch 😀 Teil 2 kommt am Sonntag!

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1 Kommentare

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