Märchenstunde: Welpenschutz bei Hunden

Welpenschutz. Eines der hartnäckigsten Mythen in der Welt der Hunde. Laut den mündlichen Überlieferungen soll der Welpenschutz dafür sorgen das der Welpe von anderen erwachsenen Hunden nicht attackiert wird. Anscheinend ist dies ein festgelegtes, genetisch verankertes Programm das jeden Welpen vor Schäden durch andere Hunde in den ersten Lebenswochen bewahrt.

Der Welpenschutz scheint seinen Ursprung wieder bei den Wölfen zu haben. So hat man wohl beobachtet das Wölfe ihrem frechen Nachwuchs eine gewisse Art von Narrenfreiheit zusprechen, das heißt Fehlverhalten ignorieren und nicht maßregeln. Aber auch hier endet der Welpenschutz in den ersten sechs bis sieben Lebenswochen schon wieder und die jungen Wölfe müssen die Regeln des Rudels erlernen und befolgen. Außerhalb eines Rudels besteht schon mal überhaupt gar kein Welpenschutz …

Obwohl es den Welpenschutz bei Wölfen wenn dann nur in eigenen Rudeln gibt, soll es bei Hunden so sein das jeder erwachsene Hund den Welpenschutz respektiert und wenn das nicht so ist, ist ein Hund in seinem Verhalten gestört.

Aber das ist nicht wahr. Welpenschutz ist Mumpitz. Immer und überall in der Hundewelt. In der eigenen Familie und innerhalb eines Haushaltes sind die erwachsenen Hunde den Welpen gegenüber vielleicht nachsichtiger und sorgsamer aber das ist nicht die Regel.

Und fremde Hunde sollte man als Welpenbesitzer so oder so erstmal sorgfältig beobachten und vor allem mit den anderen Hundehaltern kommunizieren bevor man den Karabiner löst. Ist es in Ordnung das ich den adulten Hund mit meinem nervigen Welpen belästige? Denn das ist es nämlich was viele erwachsene Hunde von Welpen halten – eine Belästigung. Und eine daraus folgende eventuelle grobere Kommunikation kann bei einem Welpen schon traumatische Folgen auslösen.

Inuki zum Beispiel mag Welpen. Nur spielt er gerne Fangspiele mit ihnen – und rempelt sie um. Je nach Charakter des Welpen kann es sein das dieser nun große Hunden doof findet.

Aber es gibt sie auch, die Hunde die Welpen toll finden, sich rührend um sie kümmern und ihnen alles erlauben. Selbstverständlich ist das jedoch nicht. Hat man so einen Hund gefunden kann ich nur raten öfter den Kontakt mit diesem Hund zu suchen. Denn lieber ein oder zwei kontrollierte Begegnungen mit bekannten souveränen Hunden als überwiegend halbwegs überlebte Begegnungen mit Fremdhunden nur um der lieben Sozialisierung willen.

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