Mehrhundehaltung – wahre Liebe? Fehlanzeige!

Was ist schöner als ein Hund? Richtig. Zwei Hunde. Sollte man meinen. Man stellt sich alles so idyllisch vor. Zwei Hunde, die zusammen im Körbchen liegen, miteinander spielen. Auf sich aufpassen und sich gegenseitig die Ohren putzen. Der jüngere Hund lernt vom älteren Hund das Hunde 1×1 und wie man sich in der Öffentlichkeit benimmt. Schließlich, erzieht auch der Ersthund den Zweithund mit. Außerdem gibt es dann immer einen Spiel- und Kuschelpartner. Zwei echte Buddys eben!

Jedenfalls denkt man das. Hinter der rosaroten Brille sieht immer alles so herrlich aus. Besonders, wenn es um die Entscheidung geht, ob jetzt ein zweiter Hund einziehen soll oder nicht. Und wenn sich das Herz eigentlich schon für den zweiten Hund entschieden hat, versucht man den Kopf irgendwie auch noch zu überzeugen, und lässt unterbewusst die negativen Aspekte der Mehrhundehaltung unter den Tisch fallen.

Vielleicht war ich damals auch so. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern. Bei mir stand schon bei Inukis Einzug fest, dass irgendwann Hund Nummer 2 einzieht. Und so ist es dann auch gekommen. Skadi zog ein, als Inuki gut 1 1/2 Jahre alt gewesen ist. In diesem Artikel habe ich ja schon einmal über die Voraussetzungen für einen Zweithund geschrieben und hier über die möglichen Nachteile einer Mehrhundehaltung.

Inuki fand andere Hunde damals total toll und spielte auch gerne mit ihnen. Er hat es also hingenommen, dass wir nun zu dritt unterwegs gewesen sind. Aber die große Liebe war es zwischen Inuki und Skadi nicht. Sie akzeptierten sich. Sie interagieren miteinander. Liegen ab und an im selben Körbchen. In seltenen Fällen wird auch mal gespielt. Aber sie gönnen sich Gegenseitig nicht die Butter auf dem Brot!

Skadi verteidigt ihre Ressourcen sehr. Und Inuki weiß das. Er respektiert Skadis „angeleckt, dass gehört nun mir!“-Spleen. In der Hinsicht ist Inuki große klasse. Aber er teilt seine Sachen auch nicht. Ich bin wirklich froh, dass auch Skadi dann Rücksicht auf Inukis Befindlichkeiten nimmt.

Würde der eine dem anderen seine Spielsachen oder Naschereien klauen, dann hätten wir wirklich ein Problem. Aber sie tun es nicht. Inuki wartet, bis Skadi ihren Napf verlässt damit er ihn kontrollieren kann. Und ja, Inuki und Skadi knurren sich auch gegenseitig an. Immer dann, wenn der eine den anderen anbettelt. Erstaunlicherweise respektiert der angeknurrte dies und lässt dem jeweiligen anderen dann den Freiraum, den dieser gerade braucht. Spricht dass nun für oder gegen unsere beiden Hunde?

Lautstarke Eskalationen gab es ehrlicherweise auch schon bei uns. Nicht oft, eher selten. Wenn ich es auf ein Jahr hochrechnen würde, so ein bis zwei mal. Grund dafür ist meistens Futter in Form von Nascherein. Bei der letzten Eskalation ist mir dummerweise ein Brocken Lecker herunter gefallen, als ich den Leckerlie Ball gefüllt hatte. Beide sind dahin geschnellt und ja, dann gings los.

Sicherlich, wäre Inuki im Moment nicht auf Diät, wäre es wohl nicht eskaliert. Und wäre Skadis Kopf nicht im Weg gewesen und hätte es keine Kopfnuss gegeben, so wäre sie wohl auch nicht eskaliert und hätte Inuki dann das Leckerchen überlassen. Hätte hätte Fahrradkette. Mehr als lautstarkes Getöse gab es nicht. Blut ist auch nicht geflossen. Und in der Vergangenheit ist auch noch nicht irgendetwas blutig gewesen. Aber wir unterbinden sowas auch gleich. Prügeleien dulde ich nicht. Weder mit dem Kater, mit uns, mit fremden Hunden oder zwischen Inuki und Skadi.

Nach Eskalationen gehen meine beiden Hunde übrigens auch wieder völlig normal miteinander um. Sie sind nicht nachtragend noch ist die Stimmung irgendwie aufgeheizt.

Aber ich weiß auch, dass das anders sein kann. Gerade von Hündinnen weiß ich aus erster Hand (beides Freundinnen von mir bzw. Bekannte), dass danach nichts mehr so wie vorher war und tatsächlich dauerhaft getrennt werden musste bzw. eine Abgabe nötig war. Ein Albtraum für mich!

Bei der einen Bekannten waren die Verletzungen so schlimm, dass die beiden Hündinnen in eine Tierklinik mussten. Bei nem Pitbull und einem Schäferhund bleibt nun mal kein Grashalm stehen, wenn die es ernst meinen. Beide Hündinnen mussten dann dauerhaft getrennt werden.

Bei einem anderen Bekannten haben sich die beiden Schäfi Rüden gebissen – die mussten auch in die Tierklinik und wurden genäht. Ob sich die Rüden nun noch Leiden können oder sie getrennt werden mussten, weiß ich nicht. Aber da es sich um Zwingerhunde handelt, die eh in getrennten Zwingern leben, denke ich, dass die Halter das ohne Probleme managen und hinnehmen können. Schön ist aber trotzdem anders.

Versteht mich nicht falsch. Es ist nicht so, dass wir immer ein Auge auf die beiden haben müssen oder dass die sich wegen jeden Krümel kloppen. Wir leben auch nicht in permanenter Angst, dass jeden Moment wieder irgendetwas eskalieren  könnte. Ganz im Gegenteilt. Es fehlt nur in der Beziehung zwischen den beiden das, was ich bei anderen Hunden auf bspw. Insta sehe. Sie liegen nicht angekuschelt im Körbchen, schlecken sich nicht die Ohren aus oder spielen miteinander. Weder in Draußen noch im Haus.

Ich glaube, es ist den Zweien egal ob der jeweils andere da ist oder nicht. Irgendwie schade. Wer sieht es nicht gerne, wenn seine Hunde im Körbchen kuscheln? Oder miteinander ausgelassen toben?

Wie ist es bei euch? Habt ihr auch zwei oder mehr Hunde? Ist es bei euch die wahre Liebe?

 

11 Kommentare

  1. Bei uns ist es auch nicht die wahre Liebe. 🙂 Meine beiden schmusen nicht zusammen und spielen nur sehr selten miteinander und auch nur, wenn ich die Initiative ergreife und beide auffordere. Dafür streiten sie aber auch nicht. Am Anfang gab es Geknurre wegen Futter, aber sie haben sich bald darauf geeinigt, dass keiner dem anderen etwas wegnimmt. Wenn man sie zusammen sieht, könnte man meinen, dass sie sich nicht besonders mögen. Das täuscht, glaube ich. Wenn man es in Relation zu ihrem Verhalten gegenüber anderen Hunden sieht. Mia ignoriert alle und Kalle würde jeden attackieren, wenn ich es zuließe. Im Vergleich dazu ist das einträchtige Nebeneinanderlaufen und freundliche gegenseitige Beschnüffeln zwischen den beiden dann vielleicht doch ein Zeichen der wahren Liebe. 😉

    Herzliche Grüße,
    Nora mit Mia und Kalle

  2. Hallo,
    Also ich muss sagen, dass es bei uns das absolute Gegenteil ist. Unser Rüde ist 7 Jahre alt und im April ist unsere mittlerweile 5 Monate alte Hündin dazu gekommen. Die Rasse: Border Terrier.
    Während der ersten 2 Tage haben wir nur gedacht: „Oh Gott, was haben wir unserem Hund angetan?!“ Er war von dem Wusel echt genervt, ohne dabei böse zu sein. Auf einmal hat es Klick gemacht. Die beiden liegen ständig zusammen. Er genießt es wenn sie ihn putzt. Bietet sich sogar richtig an. Sie spielen toll zusammen. Wenn einer liegt, wird dem anderen das Spielzeug vor die Nase gehalten. Es wird zum Spielen aufgefordert. Aber wenn einer von beiden seine Ruhe haben möchte, wird das respektiert. Es wird spielerisch an einem Spielzeug gezerrt und getobt. Futterneid? Gibt es nicht. Es wird auch mal gemeinsam eine Schüssel ausgeleckt. Sicherlich findet man so ein Hundepärchen nicht so oft und ich muss zustimmen, dass man sich das manchmal auch zu leicht und toll vorstellt. Gerade wenn man an die ersten Tage zurück denkt. Man sollte definitiv gut überlegen, ob man sich einen zweiten Hund dazu holt. Ich bin froh, das es bei uns so gut funktioniert und bereue es absolut nicht.

    Herzliche Grüße
    Sylvia
    mit Toni und Bella

  3. Hallo Hundeeltern. Ich habe zwei Boxermädchen. Als meine Jüngste mit 10 Wochen dazu kam war Sophy 6 Jahre alt. Sophy und ich waren immer ein Team und da kam dieses Baby 😎 Also anfänglich fand Sophy ihre Schwester einfach nur doof. Teilen hatte sie auch nicht gelernt. Und die kleine Prinzessin war anstrengend. Sie spielte nicht. Sie zerstörte und zwar Sophys Spielzeug. Später mussten wir Sophy unterstützen da die Kleine ein selbstbewusstes Mädchen ist. Heute ist die eine 1jahr alt und die große bald 7 und sie passen aufeinander auf und gehören zusammen. Manchmal wird gestritten aber meistens spielen sie den ganzen Tag zusammen und schmusen auch. Aber jeder hat seinen eigenen Charakter und Hundeeltern müssen zwei Hunden gerecht werden. Ich würde es immer wieder tun. Aber es war Arbeit

  4. Patricia

    Ich fand deinen Artikel sehr aufschlussreich und sehr lesenswert, allein deswegen, weil nicht immer alles so super läuft, wie man es auf diversen Videos oder Fotos sieht. Mein alter, sprich den Pinsel, den ich bereits seit Anbeginn habe, war ein zweiThund. Meinen ersten, den fidel, hat das gestört – so wie du schreibst eben ignoriert und irgendwie wäre es wurscht ob er da wäre oder nicht. Pinsel hat sich an ihm orientiert und ihn geliebt. So und weil natürlich Hunde nicht ewig leben, war das Drama groß als unser Senior über die Regenbogenbrücke ging. Natürlich war es auch irgendwie leichter, da der fidel schon alt war und Gott sei es gedankt nicht lange leiden musste. Pinsel fühlte sich zunächst einsam und war nicht mehr der der er mal war. Die zeit verging und auch für mich war klar, er braucht wieder einen Kumpel. Den haben wir nach drei Jahren auch bekommen ( einen 5jährigen) mit gleicher lebendiger Energie und einem guten Wesen. Doch auch ich habe mich blenden lassen und es kam im laufe der Zeit auch zu blutigen Auseinandersetzungen was mir in der Seele weh tat- da der Pinsel eine treue und liebevolle podi Seele ist. Nach viel und kostenintensiven Training hat sich vieles gebessert. Doch dass daggi, der neue im Rudel sozusagen, einfach zu händeln wäre, kann ich nicht sagen. Er ist ein toller buddy, doch leider hat er in seiner Vergangenheit viel zu viel mitmachen müssen, als dass man ihn jetzt als ausgeglichenen beschreiben könnte.
    Wie es weiter geht , kann jch nicht sagen- aber eine Herausforderung ist es alle mal.

  5. Wir haben hier das Glück der Großen und wahren Liebe.
    Ich habe es bereits am ersten Abend geahnt, als die Erbse hier Pflegehund wurde und im Laufe der Zeit bestätigte sich das immer mehr. So wurde aus ihr ein Für-Immer-Hund und bis heute kommt kein Blatt zwischen Sam und sie.
    Es gab trotzdem in der Anfangszeit einige wenige Keilereien, die daraus resultierten, dass ein Pflegehund halt auch mal gewisse Baustellen mit sich bringt.
    Selbst heute kann es sein, dass mal geknurrt wird oder sie sich durch Zähne zeigen warnen. Das gehört für mich aber zur Kommunikation zwischen zwei Lebewesen, die sich auch mal uneinig sein können.
    (Ich zeig meinem Mann ja auch manchmal die Zähne hahaha)

    Ansonsten haben wir hier heile Welt mit vielen rosa Herzchen. Es wird zusammen gefressen, getrunken, geschlafen, gekuschelt, sich ausgiebig gegenseitig gepflegt und Spielzeug für den anderen angeschleppt. Die zwei bilden eine große Einheit. Das ist übrigens in vielerlei Hinsicht auch nicht immer nur von Vorteil, aber das ist ein anderes Thema.

    Liebe Grüße von Isa mit Sam und der Erbse

  6. Ich glaube, die perfekte Hundeliebe zu finden, ist nicht ganz so leicht. Vermutlich müsste man dann mit samt bestehendem Hund rumreisen und potentielle Kandidaten/innen besuchen und testen. Kann man natürlich machen. Oder man hat einfach Glück.
    Wir hatten schon innerhalb der Familie (2 Haushalte mit „Schnittmenge“) zur selben Zeit 5 Hunde, derzeit sind es 4 – 3 davon kommen aus dem Tierschutz. Im Großen und Ganzen vertragen sich alle, die Jüngste geht dem Rest manchmal auf den Keks, der Älteste ist eine Miesmuschel und kann grundsätzlich erstmal gar nichts und niemanden leiden. Der war schon immer so und wird sich wohl nicht mehr ändern. Mozart ist sehr speziell – UND wir haben den „Fehler“ gemacht, dass wir bei ihm die Trumpfkarte Futterneid geförder haben, weil er von klein auf ein absoluter Kostverächter war. Als er jung war, hab ich alle Sorten Futter ausprobiert und hier oder da schonmal mit den Tränen gekämpft. Er ist dann auch derjenige, der Stunk macht… nach einem mir immer noch nicht ganz klaren Prinzip – und es geht IMMER ums Futter. Ansonsten sind sie alle entspannt miteinandern, spielen auch gelegentlich (die Rüden) oder viel (die Hündinnen). Manchmal, wenn die Hündin der Schwiegermutter ein Stück Kauknochen erwischen kann, legt sie es schonmal drauf an, etwas zu kokettieren, aber sonst gibts keinen Streit. Wenn es um Trennung geht, stelle ich aber fest, dass niemand wirklich auf den Anderen verzichten mag, und das macht mich froh. Wir sind eine Familie – und genauso ist auch die Stimmung.
    Ich habe es bei meiner Schwiegermutter schon erlebt mit Vater und Sohn Eurasier, als der Sohn älter wurde und die Hunde in quasi Anarchie lebten, ging der Vater immer wieder auf den Jüngeren, vom Wesen her sanftmütgeren los, biss ihn sogar (einmal sogar mit Kollateralschaden Frauchen >> Notaufnahme) mehrfach. Einmal hat der Ältere auch meine kleine Terrierhündin gebissen, die wirklich von keinem anderen Hund was wollte und auch sonst nie mit irgendeinem Hund Stress hatte. Mit den zwei Rüden wäre es nicht auf Dauer gegangen, aber Frauchen wollte sich nicht trennen. Dann haben wir den Jüngeren zu uns genommen und die beiden mit viel Erziehung und Konsequenz getrennt. Der Alte hat es akzeptiert und der Jüngere hat den Rest des Rudels auf Distanz von seinem Vater abgeschirmt und hätte sie auch beschützt. Er war toll, leider ist er viel zu jung gestorben.
    BFFs sind wohl möglich, man kann Glück haben oder muß sich die Mühe machen, aber ich glaube, der Normalfall ist es nicht. Aber eine Familie kann man dann doch sehr gut sein – und da gibts ja auch mal Krach und man liebt sich und zankt sich und ab und zu kann man sich nicht mehr sehen …. und dann liebt man sich wieder 😀

  7. Super Beitrag, find ich sehr gut, dass das mal jemand anspricht. Die Beziehung von Hunden kann nicht immer so märchenhaft aussehen wie wir uns das vorstellen.
    Denk aber doch nicht, dass es den beiden egal ist, ob der andere da ist oder nicht. Damit tust du deinen Hunden unrecht. Klar, ist es für sie wichtig, dass der andere da ist, einfach weil er ein Rudelmitglied ist.
    Wichtig ist, dass man sich auch mal Zeit nimmt für den einzelnen Hund und wenn du beide liebst ist doch alles gut, das merken deine Hunde doch.
    Und ab und an eine kleine Rauferei ist auch kein Drama, manchmal müssen die zwei eben ihre Positionen im Rudel noch einmal ausdiskutieren, das ist ganz normal.
    Liebe Grüße

  8. Ich habe zwei Rüden, die quasi Best-buddys sind.
    Gekuschelt oder sich gegenseitig geputzt wird hier aber auch nicht.
    Dafür spielen sie morgens nach dem Aufstehen 10 Minuten im Schlafzimmer, dann jedes Mal auf unseren Spaziergängen und ganz besonders dann, wenn wir Besuch bekommen – dem muss man ja präsentieren, wie absolut coooool man spielen kann! 🙂

    Aber ja, so Kuschelfotos auf Insta oder FB finde ich auch schön und würde mir auch manchmal wünschen, das von den beiden zu sehen … aber vllt sind sie sich dafür, so als Rüde, ja auch zu cool? 😉

    Ach und übrigens: hier wurde sich auch schon 2x gekloppt, wegen getrocknetem Pansen. Einmal war ich gerade dabei, zwei Stücken aus der Tüte zu nehmen, da tickte Yumo völlig aus und ging auf Yari los. Dabei hat er ihn tatsächlich mit dem Zahn auf der Nase erwischt; Yari hat also etwas geblutet (aber auch nicht doll). Ich hatte mich riesig erschrocken, aber danach war auch wieder alles gut und es hat ihrer Freundschaft keinen Abbruch getan.

    Liebe Grüße
    Alina

  9. Ich muss sagen als Charly noch gelebt hat und Sam bei uns einzog hat er ihn die ersten Wochen ignoriert und hat sogar das Zimmer verlassen wenn Sam es betrat. Einmal packte Charly ihn sogazam Genick und schleuderte ihn weg als dieser an sein Futter wollte aber sagen wir nach gut einem halben Jahr waren sie ein Herz und eine Seele.
    Also Charly Starb zog wenige Monate später Madox ein und naja was soll ich sagen liebe auf den ersten Blick ist anders aber mittlerweile hat Sam seine rolle als großer Bruder akzeptiert.

  10. Ja ich kann dem Artikel zustimmen und auch wir haben beim Futter Rambazamba, das wir mit Erziehung im Griff haben. Die ältere 11 Jahre , hat so ihre Eifersucht Kapriolen, die die junge 8 Monate aber noch abwehrt. Wir werden sehn wie es weiter geht. Auf jeden Fall ist unsere „Alte“ Drahthaarfox, erheblich ruhiger geworden.
    Am schönsten ist, das beide zu Hause und auch unterwegs zusammen rennen und toben für eine kurze Zeit.
    Bereut haben wir es nicht und allen anderen wünsche ich alles Gute…

  11. Hallo,

    ich habe meinen Rüden 2009 aus dem Tierheim adoptiert. Da war der Percy ca. 8 Jahre alt. Er hatte nicht viel Schönes erlebt in seinem Leben, war aber ein herzensguter Kerl – freundlich, sehr gelehrig und wahnsinnig lieb und anhänglich…allerdings auch oft sehr unsicher und ängstlich.

    2011 haben wir uns eine sehr selbstbewusste und souveräne Hündin dazu geholt. Nora war da ca sechs Jahre alt; eine rumänische Straßenhündin.

    Und das war auf Anhieb Liebe bei den beiden. Percy hat sich stark an ihr orientiert, und viele seiner Ängste sind schnell besser geworden bzw ganz verschwunden.
    Plötzlich ging die Welt zb nicht mehr unter, wenn Frauchen das Haus verlassen hat – er hat sich an die schlafende Nora gekuschelt, und hat sich auch entspannt (vorher hat er durchgehend gejault!).

    In seinen letzten 1-2 Lebensjahren war Percy dement, fast blind und fast taub. Und wurde immer wackeliger auf den Beinen. Er hat sich dann total an Nora orientiert, und sie hat extrem fürsorglich reagiert, das war echt rührend.
    Er ist dann zb beim essen ganz oft an ihren Napf gegangen. Unser Nörchen hat ihn dann einfach gewähren lassen, ohne zu murren. Auch hat sie sich immer wieder an ihn gekuschelt, ihn abgeschleckt und wollte ihn sogar draußen vor anderen Hunden beschützen.

    Im Januar mussten wir unseren kleinen Percy leider erlösen… 🙁

    Was mich wirklich erstaunt hat – Nora wirkte in keinster Weise traurig; sie hat ihn nicht gesucht, als ich ohne ihn nach Hause kam, sie hat nicht gejammert, nichts!
    Sie ist jetzt Einzelhund, und ich habe das Gefühl, dass es ihr nicht fehlt, einen anderen Hund an ihrer Seite zu haben. Im Gegenteil – ich würde mal behaupten, dass sie auf ihre alten Tage (sie ist ja mittlerweile wohl auch schon um die 11 Jahre alt) das Leben als verwöhntes „Einzelkind“ schon sehr geniesst.

    Abschließend möchte ich sagen, dass ich die Zeit mit meinen zwei Hunden als wunderschön empfunden habe. 🙂

    Liebe Grüße, Melli und das Nörchen

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