Mein Hund, der Kostenfaktor – Von willkürlicher Hundesteuer bis zum teuren Bußgeld

Hunde kosten Geld. Unglaublich viel Geld. Und ich rede hierbei nicht nur von Futter und Zubehör, sondern auch von Hundesteuer und möglichen Bußgeldern.

Mal ehrlich, wer sich heutzutage einen Hund anschafft, muss erstmal einen Kassensturz machen. Der Hund an sich kostet schon zwischen 250 und 1500 EUR je nach Herkunft (Wühltisch- und Vermehrerwelpen sind natürlich viel billiger). Der Hundeführerschein kostet ebenfalls. Dazu kommen noch Futterkosten je nach Anspruch und Bedarf. Wir zahlen für unseren Sack Hundefutter im Monat 35 EUR. Wir kaufen allerdings auch Futter aus dem mittleren Preissegment. Es geht noch viel teurer oder viel billiger. Leinen, Näpfe und Körbchen, auch da ist von 5 EUR bis mehreren Hundert EUR alles möglich. Zusätzlich dazu noch Tierarztbesuche und Impfungen ….

Aber das sind Ausgaben, die ich gerne zahle. Ich freue mich wie ein Honigkuchenpony, wenn Inuki das Spielzeug im Wert von 19,95 EUR durch den Matsch schmeißt oder die Leckerchen von 5 EUR pro 100 gr. runter schlingt. Die Kosten für den Tierarzt zahle ich auch gerne, schließlich soll es auch gesundheitlich meinen Hunden an nichts fehlen.

Wenn ich dann allerdings meinen Hundesteuerbescheid in den Händen halte, packt mich blanke Wut und Unverständnis. Ich zahle für den ersten Hund 30 EUR und für den zweiten Hund 90 EUR. Also insgesamt 120 EUR Steuern im Jahr. Aber wofür? Die Hundesteuer ist nicht zweckgebunden, das heißt, sie kann zur Straßensanierung genutzt werden oder für sonstige Ausgaben innerhalb der Gemeinde bzw. Stadt. Für Belange der Hundehalter wird die Hundesteuer selten genutzt. Ich selbst würde mich zum Beispiel über mehr Kotbeutelspender oder Mülleimer für Kotbeutel freuen.

Zugegeben, seit unserem Umzug ins Ländliche, leben wir in purem Luxus. Jedenfalls was die Hundesteuer und die Leinenpflicht angeht. Vor dem Umzug mussten wir 120 EUR für den ersten Hund zahlen und 180 EUR für den zweiten Hund. Insgesamt 300(!) EUR. Wir sparen also im direkten Vergleich enorm viel Geld.

Auch hat unserer neuer Wohnort keine allgemeine Leinenpflicht. Sicherlich gibt es Wege, wo auf Grund der BuSZ auf die Leinenpflicht hingewiesen wird, aber ansonsten sind wir relativ legal ohne Leine unterwegs. In unserer alten Stadt war das ganz anders. Da herrschte überall Leinenpflicht. In der gesamten Stadt. Trotz 300 EUR Steuern im Jahr für unsere Hunde.

Die Gemeinden und Städte handhaben das Thema Hundesteuer also so, wie es ihnen gefällt. In Wuppertal zum Beispiel, kostet der erste Hund 160 EUR und der zweite Hund 288 EUR. Wie man an der Umfrage von vexcash.de im Rahmen des Vier-Pfoten-Rankings sieht, kann der Hund locker mehr kosten, als das eigene Fahrzeug, sofern man in der falschen Stadt wohnt. Irrwitzigerweise finden aber laut dieser Umfrage 32,8 % der Hundehalter die unterschiedliche Höhe der Hundesteuer für gerecht. Warum auch immer.

Genauso unterschiedlich fallen auch die Bußgelder aus. Denn obwohl wir Hundesteuern zahlen, und das manchmal eben auch nicht wenig, müssen wir den Hundekot aufsammeln und unsere Hunde an manchen Orten an der Leine führen. In Wuppertal zahlt man dann für einen liegen gelassenen Haufen 75 EUR und mehr an Bußgeld. Das ignorieren der Leinenpflicht kostet genauso viel. In Bonn dagegen zahlen Hundehalter „nur“ 25 EUR für die jeweiligen Ordnungswidrigkeiten.

ich wars nicht!

Die unterschiedliche Höhe der Bußgelder kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Aber ich mache zum Glück „meine“ Häufchen immer weg. Und dank des Wohnortwechsels befinde ich mich auch nicht mehr am Rande der Legalität wenn ich „vergesse“ meine Hunde anzuleinen (aber die sind auch Abrufbar und stehen ansonsten auch sehr gut im Gehorsam, deshalb erlaube ich mir das einfach mal). Daher musste ich auch noch nie blechen.

Ich für meinen Teil zahle brav Hundesteuer. Mit knirschenden Zähnen. Weil ich weiß, dass sie nicht zweckgebunden ist. Würde ich damit das zuständige Tierheim unterstützen, wäre das was anderes. So eine Art Soli – für Tierheime. Dann würde ich gerne die Hundesteuer zahlen und auch noch was drauf packen. Ich bin mir sicher, viele andere auch. Und dann wären auch wiederum die Schwankungen gerechtfertigt. Das Tierheim einer Stadt hat wahrscheinlich ganz andere Kosten als das Tierheim auf dem Land.

Wie sind eure Gedanken zu dem Thema? Wie viel Hundesteuer zahlt ihr und findet ihr es gerecht? Musstet ihr schon mal ein Bußgeld für eure Hunde zahlen?

 

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit vexcash entstanden.

1 Kommentare

  1. Pingback: Dank meiner Hund befinde ich mich immer an der Grenze der Legalität | Pfotenfreunde Inuki & Skadi

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