MeinTier 2015 in Oldenburg – und wir mittendrin

Am Sonntag war es soweit – meine bessere Hälfte und Ich besuchten die 21. MeinTier in Oldenburg.

An den zwei Besuchstagen, 7.-8.11.2015, waren die Pforten von 10 Uhr bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Und der Titel Erlebnismesse trifft auf die MeinTier voll und ganz zu. Von Hunde- und Katzenwelten über Dschungelexpeditionen und Bauernhof haut nah erleben ist etwas für die ganze Familie dabei gewesen.

Unser Messeerlebnis

Bewusst haben wir uns dazu entschieden die Hundewelt als letztes zu besuchen – die Veranstaltungen in den Ehrenringen die wir besuchen wollten liefen erst später sodass uns genug Zeit für die anderen Hallen vorab geblieben ist.

Wir starteten also in der Pferdewelt. In dieser Halle durfte man allerhand Pferderassen und ihre Züchter hautnah erleben. Oldenburger, Friesen, Kaltblüter aber auch exotische Pferderassen wie die spanischen PREs oder dem Tennessee Walking Horse fesselten vor allem die kleinen Mädchen dessen Augen voller Rosaglitzereinhornstaub sprühten 🙂 Wie bei mir eben (als ich noch ein Pferdemädchen gewesen bin).

Im Viereck konnte man den ganzen Tag über ein vielseitiges Showprogramm verfolgen. Westernreiten, Spanische Reitkunst, Quadrillien oder die Dressur – auch hier wieder für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Pferde und Ponys selbst schienen in dem was sie taten – lieb sein und von kleinen Mädchen bestreicheln lassen – absolute Profis zu sein. Ruhig, ausgeglichen und keinen Funken Stress.

Einzig bei der Box des Tennessee Walking Horses hatte ich Bauchweh. So habe ich erst vor einigen Wochen ein „Ausbildungsvideo“ der sog. Züchter gesehen in dem gezeigt wird wie so ein Pferd lernt so zu laufen wie es zu laufen hat. Harter Tobak – aber ich hoffe das dieses Pferd von der Messe eine Pferdegerechte und faire Ausbildung genießen durfte. Leider habe ich nicht mit dem Züchter sprechen können, dieser war zu der Zeit wo wir dort waren nicht an dem Stand/der Box. Die Website der Züchter beruhigt jedoch mein Gewissen ungemein.

In der Halle der Pferde durfte man auch die Greifvögel hautnah erleben. Stolz und Erhaben saßen sie auf ihren Sitzen und guckten die Besuchermenge neugierig an. Besonders interessierte Besucher hatten die Möglichkeit dem Falkner zu lauschen und einiges über diese Räuber der Lüfte zu lernen.

Lernen konnten wir auch etwas in der nächsten Halle – dem Bauernhoferlebnis. Eine ganze Weile hielten wir uns am Schulzoo der Oberschule Wiefelstede auf. Schließlich musste ich meinen Heimtierführerschein machen! Und ja, ich habe ihn bestanden. Eine schöne Aktion wie ich finde. Die umstehenden Kinder waren mit Feuereifer dabei die Fragen über Mehlwürmer, Farbmäusen, Meerschweinchen und diversen Echsen zu beantworten. Und ganz nebenbei haben die Kids noch gelernt das es wichtig ist jedes Tier gemäß ihren Bedürfnissen artgerecht zu halten und zu pflegen. Schade das nicht jede (Grund-)Schule einen solchen Zoo anbieten kann.

Auch die anderen Nutztiere waren super gut in Szene gesetzt. Verliebt habe ich mich in die Minischafe und mein Freund weiß jetzt das Kühe doch ein stolzes Stockmaß besitzen. Mit viel Liebe zum Detail wurde der künstliche Teich in Szene gesetzt. Ganz ohne Barrieren durfte man hier diverse Hühner, Gänse und anderes Federgetier beobachten.

Als ein -für mich- besonderes Highlight empfand ich die Dschungelwelt. Hier konnte man das Herzblut der Austeller förmlich spüren 🙂 In entsprechender Atmospähre wurde die Bewohner des Dschungels gekonnt in Szene gesetzt. Spinnen, Skorpione, Papageien und ein Krokodil warteten in der düsteren Halle auf uns. Ein besonders Kompliment an dieser Stelle an den Herrn im Spinnenzelt – freundlich und engagiert erklärte er besonders anschaulich die Eigenschaften der ausgestellten Krabbler. Seine Liebe zu den Achtbeinern unterstreichte förmlich jeden seiner Sätze. Außerdem kann ich mir vorstellen das ohne diese Liebe zu seinen Tieren ein arbeiten in diesem wirklich wirklich warmen Zelt zu einer Farce werden würde! Hut ab!

Die Katzenwelt bestand aus der internationalen Rassekatzenschau. Dementsprechend saßen die Katzen in ihren Käfigen und warteten auf die Beurteilungen der Richter. Für uns jetzt nicht so spannend. Faiererweise muss ich auch hier sagen das die Käfige 1a und alle Tiere super gechillt gewesen sind. Oder sie waren einfach nur auf Baldrian 🙂

Und dann ging es für mich als Hundenarr endlich in die Hundewelt. Und in den Kommerzbereich der Messe. An den verschiedenen Ständen durfte man sich über einzelne Rassen erkundigen, Tierhaarbändigende Staubsauger in Aktion erleben, die verschiedensten Tierschutzvereine kennenlernen oder aber für seine vierbeinigen Freunde shoppen gehen.

Das Showprogramm im großen und kleinen Ehrenring wurde abwechslungsreich gestaltet. Mein Freund und ich interessierten uns besonders für die Vorführung der Jagdspaniel. Allerdings sind wir uns nun sehr sicher das wir beim Working Cocker Spaniel bleiben und notfalls eben unseren Worker aus UK oder sonstwo importieren wollen. Denn selbst die dort gezeigten Fieldspaniels unterscheiden sich noch sehr stark von den „richtigen“ Workern.

Im großen Ehrenring bestaunten wir dann Inka Burow und Grappamaus & Friends bei ihrer Dogdance Show sowie den HSV Oldenburg-Wildenloh mit meinem Lieblingssport Obedience.

An dieser Stelle noch mal ein riesen Kompliment an die Kommentatoren die durch die ganzen Shows geführt haben. Das haben sie wirklich toll gemacht.

Essen ohne Ende

Praktisch an jeder Ecke wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Ich finde zwar, das ein Hotdog keine 3 EUR kosten muss (und diese kann man sich wie im Ikea vorstellen, nur etwas leckerer) aber dafür waren die von uns verzehrten Waffeln mit je 2,50 EUR und Cola von je 2,50 EUR preislich völlig im Rahmen.

Fazit

Schade fand ich, das der SV nicht auf der Messe mit einem Stand vertreten gewesen ist. Besonders der Deutsche Schäferhund hätte ein bisschen Imageaufpolierung nötig. Vielleicht würden sich dann auch wieder vermehrt Jugendliche für den IPO, den Gebrauchshunden und der Rasse selbst interessieren. Eine Vorstellung im Schutzdienst (also so richtig mit Revieren und Verbellen und dem ganzen Pipapo) wäre bestimmt eine tolle Aktion gewesen!

Natürlich habe ich mir die Bewertungen der MeinTier aus den vergangenen Jahre auf diversen Internetportalen durchgelesen. Oftmals wurde bemängelt das Hunde Eintritt zahlen müssen. Joa. Meiner Meinung nach sollten die Hunde der Besucher so oder so Zuhause bleiben! Was hat der Hund als Besucherhund etwas davon durch Menschenmassen in einer heißen und akustisch der lauten Halle geschleift zu werden? Zum Glück habe ich auf der MeinTier nur wenig Besucherhunde erleben müssen. Ein Jacky der zitternd und hechelnd durch die Gänge stacksierte und ein fast kollabierender Mischling am kleinen Ehrenring waren die einzigen Hunde die mir extrem negativ auffielen. Die Hunde der Aussteller waren – genau wie alle anderen ausgestellten Tiere – jedoch super cool. Sicher, im letzten Jahr begleitete Inuki uns auf der Tierisch in Bremen, aber das ist und bleibt Inukis einziger Messebesuch auch wenn er selbst eine coole Socke gewesen ist.

Die Parkgebühren für 3 EUR/Tag empfand ich selbst auch als nicht zu teuer. Mein Freund das Adlerauge hat natürlich einen super Parkplatz ergattert sodass wir nicht zu weit laufen mussten. Also eigentlich nur einmal über die Straße 😀 Auch die Pförtner waren super nett zu uns und geleiteten uns sofort zum Messebüro damit wir uns ankündigen konnten und einige Worte mit den Organisatoren sprechen konnten. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön für den netten Empfang und dem tollen Gespräch.

Wir sind rundum zufrieden mit dem Messebesuch gewesen und werden im nächsten Jahr sicherlich ebenfalls dabei sein. Als kleiner Tipp: Man benötigt keine Jacken in der Halle. Es ist wirklich Warm – besonders im Dschungel. Zum Glück habe ich meine gleich von Anfang an im Auto gelassen.

Wart ihr auch da?! Welchen Eindruck hattet ihr von der Messe?!

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