Quick-Tipps: Wie fotografiere ich meinen Hund?

Fotos sind toll. Jeder macht sie. Egal ob mit einer DSLR, digitalen Kamera oder mit dem Smartphone. Aber schon Erich Kahlmeyer sagte dass eine Kamera wie ein Messer ist – man kann damit eine Kartoffel schälen oder eine Flöte schnitzen.

Auch ich bin der Fotografie verfallen. Das sieht man vielleicht an unserem Instagram-Account und auch auf diesem Blog. Allerdings ist fotografieren mehr als nur stumpf den Auslöser drücken. Auf die Technik kommt es an. Und viel wichtiger als die Kamera ist eben der Mensch dahinter. Je besser er die Fotografie an sich verstanden hat, desto besser werden seine Fotos. Deshalb bin ich ständig am lernen und ausprobieren, am üben und bearbeiten und ärgere mich natürlich auch wenn ich die Bilddaten ansehe und feststelle dass die einfach nur murks in der Situation gewesen sind.

Ich habe mir seinerzeit eine DSLR gegönnt und bin froh diesen Schritt gegangen zu sein. Die Fotografie ist meiner Meinung nach eines der teuersten Hobbys und ich habe lange mit mir gerungen mir eine Kamera im dreistelligen Bereich zu leisten. Aber ganz ehrlich? Ich rauche nicht, ich trinke nicht, mache mir keine Nägel und arbeite Vollzeit. Kinder habe ich auch nicht – also habe ich investiert und mir was gegönnt. Und ich bin froh darüber. Aber ich kann verstehen wenn jemand eben sagt dass ihm das zu teuer ist. Zum Glück werden die Kameras von Smartphones (besonders die der sog. Flagschiffe) immer besser! Einige verarbeiten sogar das RAW-Format (bsp. Lumia 950XL)!

Inuki und Skadi, das Foto wurde mit einem Preset von Pfotentick bearbeitet

Eine Smartphone Kamera kann sicher niemals nie mit einer DSLR mithalten und DSLR ist nicht gleich DSLR aber mit einigen einfach Tricks kann man jedes Foto aufwerten!

In diesem Artikel habe ich 10 Tipps zusammen gestellt die ihr beherzigen solltet wenn ihr eure Hunde fotografieren wollt, egal ob DSLR oder Smartphone:

  • Ab in den Matsch. Die besten Fotos gelingen in Augenhöhe des Models. Funktionskleidung, gerade im Winter, ist da echt praktisch.
  • Die Augen sind der Spiegel der Seele. Also wird immer auf das Auge fokussiert. Das Auge muss scharf sein, es sei denn ihr wollt den Blick des Betrachters auf etwas anderes lenken! (Es sei denn es soll gerade nicht so sein!)
  • Von 11 bis 3 hat der Fotograf frei! Denn da steht die Sonne am höchsten und wirft echt gemeine und harte Schatten. Je nachdem wie Lichtstark eure Ausrüstung ist, geht ihr kurz vor Sonnenuntergang und kurz nach Sonnenaufgang zum fotografieren raus. Bei Fotos in Räumen ist das natürlich unerheblich.
  • Verwendet bloß nicht den integrierten Blitz! Und wenn ihr blitzen müsst, blitzt indirekt. Gegen die Decke oder mit Diffusor. Ich habe bei meiner Kamera immer ein weißes Blatt Papier vor dem Blitz gehalten. So wurden meine Hunde nicht direkt angeblitzt und der Blitz selbst ist einfach weicher.
  • Ein schöner Hintergrund entzückt. Mülltonnen, Trecker, Essgeschirr oder ähnliches will sich niemand auf Fotos ansehen.
  • Habt die Sonne immer im Rücken. So wird euer Motiv schön von vorn ausgeleuchtet.
  • Ich fotografiere erst die Portraits und dann die Rennbilder. Andersrum kann es sein dass die Hunde einfach schon müde sind und keine Lust mehr auf still sitzen und „nett lächeln“ haben oder eben die Zunge lang aus dem Maul hängt. Passiert bei Inuki aber eigentlich immer – da hängt die Zunge schon wenn er morgens aufsteht.
  • Auch mit Smartphones lassen sich tolle Bilder schießen. Achtet auf einen geraden Horizont und überladet das Bild nicht mit zu vielen Filtern. Geht in die Hocke, haltet das Smartphone gerade. Es gibt auch viele Bildbearbeitungsprogramme für Smart Phones im App Store. Ich als Win Phone User nutze gerne Fotor Photo Editor oder Photoshop Express.
  • für Bewegungsbilder sollte die Verschlusszeit möglichst kurz sein. Ich nutze mind. 1/800 oder 1/1000. Je mehr desto besser. Dadurch „friert“ das Bild ein und ist nicht verschwommen.
  • Bei Portraits möchte ich eine schöne Freistellung. Das heißt der Hintergrund soll Hintergrund sein und möglichst verschwimmen. Dass erreiche ich mit einer geöffneten Blende. Bedeutet mit f1.8 ist der Hintergrund verschwommener als mit f8. Allerdings wird auch der Schärferbereich kleiner je geöffneter die Blende ist. Irgendwo habe ich mal den Satz „Ob Mensch oder Tier, nutze Blende 4“ gehört. Nun, ich nutze je nach Lichtverhältnisse 2.5 bis 3 bzw. Blende ein bis zwei Stufen ab.
Mit meinem Lumia 950 XL aufgenommen

Mit meinem Lumia 950 XL aufgenommen

Eine hilfreiche Sache findet ihr hier. Dort könnt ihr euch eine Cheatcard downloaden und als praktische Handkarte nutzen. So könnt ihr immer schnell den Zusammenhang von Iso, Blende und Verschlusszeit nachschlagen.

Die Cheatcard von hamburger-fotospots.de

Die Cheatcard von hamburger-fotospots.de

Übrigens, falls ihr Lightroom benutzt habe ich hier einen kleinen Link für euch. Auf pfotentick.de könnt ihr euch presets zum ausprobieren downloaden. Ich als Win Phone User nutze am Smartphone Photoshop Express. Für mich eine der besten Apps wenn es um Bildbearbeitung am Smartphone geht.

Wie fotografiert ihr? Fotografiert ihr überhaupt? Und wenn ja, bearbeitet ihr eure Bilder auch? Oder habt ihr vielleicht noch mehr Tipps für mich?

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