Schreibzeit 2015: April – Monat der Demut.

Uff. Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich das Schreibzeit Thema für April gelesen habe. Bine von waseigenes.com hat das Thema „Demut“ gewählt. Wie soll ich nur dieses Thema auf einen Hundeblog übertragen, und überhaupt, was bedeutet Demut eigentlich ganz genau?

Laut Wikipedia:

Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt.

Nun, gibt es für mich als Hundehalter etwas, das für mich höher und unerreichbar ist? Vielleicht einen guten Hundetrainer der entsprechend meiner Philosophie und Überzeugungen arbeitet und etwas erreicht hat, was für mich schier unerreichbar ist? Ja die gibt es. Da wären Ute Blasche-Berthold von CumCane, Viviane Theby, Karen Pryor und nicht zuletzt auch Imke Niewöhner. Denn letztere war es, die mir den weg zur positiven Verstärkung und auch dem Obedience geebnet hat. Auf ihren Seminaren habe ich eine Menge gelernt und auch ihre Bücher und DVDs haben einen festen Platz in meinem Regal.

Seitdem beschäftige ich mich sehr viel mit der Ausbildung meiner beiden Hunde – welche natürlich über positive Verstärkung erfolgt. Hilfsmittel der Wahl ist hier der Clicker. Und nicht nur die Ausbildung meiner eigenen Hunde beansprucht viel Zeit, Nein – auch meine Aus- bzw. Weiterbildung beansprucht viel Zeit und ist mir besonders wichtig. Egal ob Seminare, Webinare, Bücher oder Fachartikel, ich nehme mit was ich bekommen kann so lange es meiner Überzeugung entspricht.

Und nein, ich werfe dank diesen Persönlichkeiten nicht mit Wattebäuschen – aber auch nicht mit Wurfketten oder Discs. Ich habe einfach gelernt mit meinen Hunden zu kommunizieren, sie zu motivieren und vor allem haben meine Hunde gelernt mit mir Gemeinsam etwas zu erarbeiten und mir zuzuhören. Ganz ohne Zwang und brutalen Rudelführermentalitäten.

Und dank Utes Zitat habe ich immer eine Antwort für diejenigen parat, die meinen mir nahelegen zu müssen dass ich meine Hund mit ein „bisschen mehr Härte“ führen müsse.

Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten

-Ute Blaschke-Berthold

Wie Bine auf ihrem Blog sagt, habe ich auch gelernt Dinge einfach hinzunehmen wie sie sind. Damit meine ich die Menschen, die eben nicht so trainieren wie ich. Ich möchte nicht mehr diskutieren und mich rechtfertigen warum ich meinen Hund wie ein denkendes und fühlendes Wesen behandle und nicht auf ein „rangniedriges Rudelmitglied“ abwerte. Auch wenn ich nicht mehr sinnlos Diskutieren mag nehme ich mir trotzdem das Recht raus andere Meinungen nicht zu akzeptieren oder gar zu mögen. Wenn man mich fragt gebe ich trotzdem gerne meinen Senf dazu. Und wer ganz lieb fragt – ja dem verrate ich sogar wie ICH dieses oder jenes trainieren würde.

Huch, da ist er schon der Artikel für April. Nachdem ich erstmal im Schreibfluss gewesen bin ging es mir ganz gut von der Hand. Meine Angst vor „diesem Brocken“ und das tagelange herumgeschleiche um dieses Thema ist also völlig unbegründet gewesen.

3 Kommentare

  1. Socke-nHalterin

    Schöne Gedanken, die auch von viel Respekt zeugen….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  2. Pingback: Schreibzeit 2015 im Mai: Im Moment | Pfotenfreunde

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