Fotografie – wo das Geld bleibt wenn es nicht für Hundi ist

Angelehnt an den Post von Lilly´s Blog möchte ich das Thema auch noch mal hoch holen. Ich bin kein Pfofi, mache das auch nicht Hauptberuflich aber dennoch denke ich, das ich vielleicht dem ein oder anderen mit meinem Post helfen werde. Hoffe ich. Während sich Lilly mit einer Nikon rumschlägt bin ich bei den Canons zuhaus.

Money, Money, Money – teures Hobby

Meine Eltern haben damals als mein eigener Hund zur Debatte stand immer wieder betont wie teuer ein Hund ist. Anschaffungskosten, laufende Kosten usw. – ich solle mich doch besser nach einem anderen Hobby umsehen. Nun. Der Hund ist eingezogen und dazu auch ein neues Hobby, die Fotografie. Und meine Eltern fallen regelmäßig aus den Wolken wenn ich erzähle auf was für ein Objektiv ich spare und wieviele 100 Euro das wieder Kosten wird. Da ist der Hund doch um einiges günstiger sofern er gesund ist *toi toi toi*.

Inuki und eines der ersten Fotos mit der neuen Kamera und dem Kit Objektiv 18-55mm. Nicht sehr berauschend. (exifs:  Canon EOS 600D mit dem Kitobjektiv, Blende 63/10 Belichtungszeit 1/80 ISO 100 Brennweite 25/1 Belichtungskorrektur 0/1)

 

Wenn man sich dazu entschließt sich eine Dslr zuzulegen wird man von einer breiten Masse von Herstellern und Kameras verschiedenster Preisklassen erschlagen. Ich persönlich habe mich für die Canon entschieden ohne mir die anderen Hersteller näher anzusehen. Meine kleine kompakte PowerShot von Canon hatte mir vom Handling her schon super gefallen, also habe ich automatisch Canon gewählt. Schlussendlich ist es dann die 600d geworden. Mit dem Kitobjektiv bin ich nicht sehr glücklich gewesen, bin sogar recht enttäuscht gewesen das meine Fotos nicht so aussehen wie von den anderen Fotografen. Erst jetzt fing ich an mich näher mit der Technik zu beschäftigen und lernte das nicht die DSLR die Fotos perfekt macht sondern der Mensch dahinter und das Objektiv einen nicht ganz unwesentlichen Teil dazu beträgt. Das Kit Objektiv ist sicherlich für den Gelegenheitsknipser gut geeignet und mit ein bisschen Übung wäre ich mit dem Objektiv sicherlich auch warm geworden aber es war nicht das was ich wollte. Der Autofokus war für rennende und spielende Hunde einfach zu langsam und Portraits fand ich zu der Zeit nicht sonderlich spannend.

Objektive – welches ist das richtige?

Also habe ich mich nur eine Woche später dazu entschieden mir ein zusätzliches Objektiv zuzulegen. Es sollte gut und günstig sein. Als Student muss man halt rechnen mit seinem Geld. Nach meinen Recherchen in verschiedenen Foren brauchte ich für die Hundefotografie ein Objektiv mit schnellem Autofokus, also mit Ultraschallmotor (USM). Ich entschied ich mich für das ef 70-210mm f/3,5-4,5 USM. Es wird auch das kleine 4L genannt und ist Neu nicht mehr im Handel zu bekommen. Ich habe es dann für 100 EUR gebraucht über das dslr-forum ergattern können und muss sagen dass es super spitze ist. Für den Preis gibts meiner Meinung nach nix bessers auch wenn das Objektiv vom Licht abhängig ist. Wer also große Leistung für kleines Geld sucht ist bei diesem Objektiv gut beraten. Wer ganz schlau ist verzichtet auf das Kit Objektiv und investiert gleich in das 70-210mm.

Skadi, mit der 600d und dem 70-210mm – eine perfekte Kombi (Blende 4/1 Belichtungszeit 1/800 ISO 400 Brennweite 110/1)

Aber in der Fotografie ist es mit Tätowierungen – nie ist es genug und man will mehr. Mehr Freistellung, mehr Lichtstärke, mehr Abbildungsleistung, mehr Bokeh …. Ich habe ziemlich schnell gemerkt dass Zoomobjektive (insbesondere das 70-210) einfach nicht so Lichtstark sind (und wenn doch richtig teuer – z. B. das 70-200mm f/2.8) und es gerade im grauen Winter ein Kampf mit dem Licht ist. Etwas Lichtstärkeres musste her. Und ja, Lichtstärke kostet. Ich investierte also in meine erste Festbrennweite, das 100mm f/2.0 und viele Scheinchen wechselten das Konto. Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt 🙂 Jetzt kann ich auch bei regnerischem Wetter (für mich) schöne Fotos machen und bin nicht mehr so frustriert.

Im Nachhinein, mit meinem jetzigen Wissen hätte ich mir besser gleich die 70d oder 7d zulegen sollen, gebraucht kosten sie jetzt nur unwesentlich mehr als meine 600d damals. Und das auch nur weil das Rauschverhalten der 600d meiner Meinung nach schon bei ISO 400 deutlich wird. Auch hätte ich mir die Nikons anschauen sollen – Preis/Leistung soll dort besser sein. Aber dank meiner Objektive kommen wir noch gut zurecht sodass die 600d mich wohl noch etwas begleiten (wenn mir nicht ein gutes Angebot gemacht wird :)) wird. In der letzten Zeit haben es mich die Portraits besonders angetan. Outdoor mit dem 100 mm machbar aber Indoor ist es schon schwieriger. Daher liebäugel ich gerade mit dem 50 mm 1.8. Obwohl sehr Preisgünstig (ca. 100 EUR) soll es doch eine super Linse sein und dazu noch total Lichtstark, in der Preisklasse keine Selbstverständlichkeit!

Das i-Tüpfelchen

Natürlich ist auch die Bildbearbeitung ein nicht zu verachtender Punkt. Es wäre toll wenn alle Bilder schon perfekt aus der Camera kommen aber dem ist oft leider nicht so. Bei mir z.B. ist es das Licht. Oft muss ich noch nachträglich aufhellen, abdunkeln oder was an der Tonwertkorrektur drehen. Außerdem macht mir die Bildbearbeitung selbst auch super viel Spass sodass ich viel herumexperimentiere und gucken was sich sonst noch so machen lässt. Dazu nutze ich Lightroom 5, Photofiltre und ab und an Photoscape. Letzteren beiden sind kostenlos, das erste nicht ganz billig mit ca. 100 Eur.

Nach ca. 2 Jahren Fotografie mit einer DSLR zähle ich mich noch lange nicht zum Profi und ich lerne fast wöchentlich hinzu, meine Ansprüche an mich selbst werden immer Selbstkritischer, ich bin immer noch ohne Diffusor, Blitz, Faltreflektor und ähnliches Equipment unterwegs. Also eigentlich noch total am Anfang 🙂

Ich habe euch noch eine kleine Linkliste mit wissenswerten Artikeln zum Thema Einstellungen, Zusammenspiel ISO, Blende, Verschlusszeit, Schärfe etc. Zusammengestellt. Ich hoffe, einige können sich dort noch wertvolle Infos raus ziehen 🙂

 

 

Habt ihr noch mehr tolle und nützliche Links zum Thema Fotografie? Ab in die Kommentare damit 🙂 Geteiltes Wissen ist vermehrtes Wissen.

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